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Eremitenhäuschen

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Das Eremitenhäuschen in Creußen gilt als einzig erhaltene bürgerliche Eremitage Deutschlands. Es wurde um 1760 vom Creußener Theologen Johann Theoder Künneth erbaut.
Anregungen zum Bau erhielt er durch seinen Schwiegervater Christoph Schmid, der im Auftrag des Markgrafen Friedrich Europa bereiste, fürstliche Parkanlagen kennenlernte und darüber - sicher auch der Markgräfin Wilhelmine - Bericht erstattete. Daher ist vielleicht die Eremitage in Bayreuth Vorbild für Künneths Eremitenklause.

Sie besteht aus einem Sammelsurium verschiedener Baustile und Schmuckelemente. Von außen sind ein turmartiger zweigeschossiger Teil mit Walmdach und ein eingeschossiger Teil mit Fachwerk und Satteldach zu erkennen. Barocke Vierkantpfeiler und spätgotische Spitzbogen von Maßwerkfenstern auch Engelköpfe aus dem 17. Jahrhundert oder Tuffsteinverzierungen und Putz mit Glasglitter sind an der Außenseite leicht zu erkennen.

Der Innenausbau gestaltet sich wie folgt:
- Erdgeschoss: ein Hauptraum mit Stuckreliefs mit Bildnissen von Kaisern und Königen aus dem Hause Habsburg, eine Privatkapelle mit Kreuzgewölbe und Gipsreliefs mit Heiligendarstellungen, eine offene Küche, Abtritt
- erster Stock: Studierstube u. Bibliothek, Dachraum


Da sich das Eremitenhäuschen im Privatbesitz befindet, kann es nur nach Voranmeldung über die Stadt Creußen besichtigt werden!