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Ehrung der Museumsführerinnen und Museumsführer für 20 Jahre Dienst

Im Rahmen der Stadtratssitzung am Montag, 14.10.2019 wollen wir einen Kreis von Ehrenamtlichen ehren, die aus der Stadt Creußen und aus unserem Krügemuseum nicht wegzudenken sind.

Es ist eine große Freude für den Stadtrat und für mich, dass ihr alle unserer Einladung gefolgt seid und, dass wir Euch heute nach 20 Jahren als Museumsführerinnen und Museumsführer ehren dürfen.

 

Unsere Creußener Krüge zeugen von großer Töpferkunst und sind weltberühmt. Das – denke ich – brauche ich heute nicht näher ausführen. Wesentlich interessanter ist, wie kam es zum Krügemuseum und wie zu den ehrenamtlichen Museumsführern.

 

Auch das hat natürlich eine lange Vorgeschichte, in die ich im Jahr 1950 einsteigen möchte. 1950 wurde das Museum nämlich unter Bürgermeister Mehl im Hinteren Tor eingerichtet.

Ein Glücksfall für die Stadt war, dass Professor Dr. Joachim Kröll ab 1977 die örtliche Steinzeugforschung mit Leidenschaft betrieb. Zusammen mit seiner Frau Ursula Kröll baute er das Museum aus und machte es bekannt.

Frau Kröll betreute das Museum und Mitte der 1990er Jahre wurde nach dem 80. Geburtstag klar, dass die Stadt sich Gedanken machen musste, wie wird das Museum weitergeführt?

 

Hier wurde die Idee der ehrenamtlichen Museums- und Stadtführer geboren und du, liebe Marianne, hast dies auf die Beine gestellt. 1998 gab es 14 Museums- und Stadtführer, die am 11. Januar 1999 von Bürgermeister Peter Busch im Stadtrat empfangen wurden.

 

Heute dürfen wir den harten Kern für 20 Jahre in diesem Ehrenamt ehren. Dazu zählen:

  • Marianne Abel: 21 Jahre
  • Christoph Abel: 21 Jahre
  • Monika Busch: 21 Jahre
  • Renate Weber: 21 Jahre
  • Dagmar Schwab: 20 Jahre
  • Wolfgang Böss: 20 Jahre
  • Anita Imhof: 20 Jahre
  • Margot Schubert: 21 Jahre (entschuldigt)

 

In diesen 20 Jahren ist viel passiert, es wurde viel gefeiert, gearbeitet und verändert. Hier möchte ich auf ein paar Punkte eingehen.

 

An erster Stelle darf ich betonen, dass sich für euch der Museumsdienst nicht auf die Öffnungszeiten beschränkt, sondern, dass ihr in vielfältiger Hinsicht das Museum weiterentwickelt habt, viele andere Dienste wahrgenommen habt und das Museum sowie die Krüge für Creußen und die ganze Welt lebendig gemacht habt.

Ihr habt großartiges Engagement für die Stadt Creußen und das Krügemuseum geleistet und dafür gebührt euch unendlicher Dank.

 

Doch was waren nun so einzelne Stationen im Leben eines Museumsführers.

Und hier ging es 1999 mit dem Museumsfest schon mal los und am Tag darauf fand der 1. Internationale Töpfermarkt in Creußen statt.

Im November 1999 spendeten die Museumsführer ihr Trinkgeld und damit wurde ein Krug im Wert von 1.000 Mark beschafft – „eine Spende der besondern Art“ – so wird Bürgermeister Busch im NK zitiert. Das taten sie übrigens noch des Öfteren.

 

Es ging Schlag auf Schlag weiter: Die VR-Bank spendete 10.000 Mark an das Museum, im Jahr 2000 feierte man 50 Jahre Krügemuseum, es folgte eine Ausstellung in der Sparkasse Bayreuth, die Sammlung wuchs weiter. Gerade Anfang der 2000er Jahre wurden viele Exponate angekauft und gestiftet, was vor allem auf die Arbeit der Museumsführer und von Marianne Abel zurückzuführen ist.

Die Aktion „Objekt des Monats“ brachte das Museum immer wieder in die Presse und sorgte dafür, dass das Museum immer bekannter wurde.

 

Im Rahmen des Töpfermarktes wurde ein Keramikpreis ausgelobt und es wurden immer wieder Sonderausstellungen organisiert im Krügemuseum.
Davon eine kleine Auswahl:

  • „Creußener Kinder als Hobbyarchäologen“ (2002)
  • „Auf den Spuren der Burg von Creußen“ (2005)
  • Bayreuther Fayencen (2006)
  • „Menschen und Glauben – Christliche Symbole und Heiligenfiguren auf den Creußener Krügen (2007)
  • Jubiläums- und Andenken-Krüge aus Creußen“ (2009)
  • „Der gerettete Schatz – Älteste Hafner-Geschichte(n) in Creußen (2014)
  • Creußener Steinzeug als Spiegel der höfischen Gesellschaft im 17. Jahrhundert (2016) – Landesgartenschau Bayreuth
  • Prost Luther – Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum (2017)
  • Creußener Krüge – edles Kunsthandwerk in Kriegszeiten – Herstellung während des 30-jährigen Krieges (2018)

 

Darüber hinaus haben die Museumsführer den Internationalen Museumstag ausgestaltet, Aktionen im Rahmen des Ferienprogramms gemacht, Schülerinnen und Schülern das Creußener Steinzeug nähergebracht, sich und die Stadt auf Messen und Stadtfesten präsentiert und vieles, vieles mehr.

 

Doch zwei Highlights für euch und für das Museum dürfen natürlich nicht vergessen werden:

 

Ab 2003 wurde das Schafrichterhaus renoviert und mit der Fertigstellung zog dort das Krügemuseum ein. Die Erweiterung umfasste ca. 100 m². Trotz schwieriger Verhandlungen mit der Denkmalpflege konnte am 23. Juli 2004 das deutlich vergrößerte Krügemuseum durch Bürgermeister Harald Mild und Museumsleiterin Marianne Abel eröffnet werden. Viele Gäste machten sich von dem neuen Schmuckstück ein Bild. Die Museumsführer haben dabei die Konzeption und Einrichtung entschieden mitgestaltet.

 

2007 entwickelt sich der nächste Meilenstein für das Krügemuseum der Stadt Creußen. Dr. Otto Burkhardt errichtet die Stiftung „Creußener Steinzeug – Stiftung Burkhardt“. 67 Gefäße fanden im Krügemuseum ein neues und altes Zuhause, sie kehren nach Creußen zurück.

Dr. Otto Burkhardt wird am 26.01.2008 Ehrenbürger der Stadt Creußen und Bürgermeister Harald Mild begründet dies in seiner Laudatio treffend wie folgt: „Sie erhalten die Auszeichnung dafür, dass Sie mit Ihrer großzügigen Gabe das Ansehen und die Attraktivität Creußens gemehrt haben.“

 

Und wieder war es Aufgabe unserer Museumsführer die neuen Exponate ins rechte Licht zu rücken und die Ausstellung aufzubauen.

 

Liebe Museumsführerinnen und Museumsführer,

 

ihr habt durch euer ehrenamtliches Engagement die Creußener Krüge, das Krügemuseum und damit die Stadt Creußen präsentiert und ins rechte Licht gerückt.

 

Mit eurem Einsatz habt ihr auch selbst an einem Stück Geschichte der Stadt Creußen aktiv mitgewirkt, ihr seid ein Stück davon geworden und aus Creußen nicht wegzudenken.

 

Dafür, für euren Dienst im Krügemuseum über 20, teilweise jetzt 21 Jahre, möchte ich mich als Bürgermeister der Stadt Creußen, möchte sich der Stadtrat Creußen und möchten sich alle Bürgerinnen und Bürger herzlich bedanken.

Wir hoffen, dass ihr noch lange den Geist der Creußener Krüge an Besucher und Gäste weitergebt. Dass ihr weiterhin mit euren Ideen, eurem Interesse und mit eurer Euphorie das Krügemuseum und die Stadt Creußen bereichert.

Dafür darf ich mich im Voraus schon bedanken.

Bedanken darf ich mich bei euch mit einem kleinen Blumenstrauß, einer Dankeskarte und einem Gutschein des Bayreuther Stattgeldes.

 

Liebe Marianne,

Ein besonderer Dank gilt dir, liebe Marianne! Ich weiß, dass du das nicht gerne hast, aber es muss heute dennoch herausgehoben werden, dass du in diesen 20 Jahren die Museumsleitung mit Herzblut begleitet hast.

 

Du hast organisiert, abgesprochen, konzipiert, gestaltet, verwaltet, abgerechnet, präsentiert, vorausgeschaut, aufgeräumt, eingeräumt, Leihgeschäfte organisiert, neue Museumsführer begeistert und eingearbeitet und es würden uns wahrscheinlich noch viele andere Verben einfallen.

Du warst und bist die Denkerin und Lenkerin im Museum und es trägt deine Handschrift. Für deine besonderen 20 Jahre ein herzliches Dankeschön und ich hoffe, du wirst das noch ein wenig weitermachen.

 

Martin Dannhäußer

Erster Bürgermeister Stadt Creußen

 

Foto: Von links: Christoph Abel, Monika Busch, Dagmar Schwab, Anita Imhof, Renate Weber, Wolfgang Böss, Marianne Abel und Bürgermeister Martin Dannhäußer