Öffnungszeiten:

Ostern bis 31. Oktober:

Mi., Sa., So., 10 - 12 Uhr 14 - 17 Uhr

1. November - Ostern:

Sa., 14 - 17 Uhr
So., 10 - 12 Uhr 14 - 17 Uhr

Das Krügemuseum der Stadt Creußen ist seit 1950 in der Torwächterstube im nördlichen Stadttor untergebracht, einem beschaulichen, stilvollen Raum aus dem beginnenden 17. Jahrhundert - klein und fein aber auch sehr beengt und ohne Möglichkeit die Keramikgefäße schön zu präsentieren. Um der Bedeutung des Creußener Steinzeugs für die Keramikproduktion in Deutschland im 17. und 18. Jahrhundert gerecht zu werden und die Stellung Creußens in Bezug auf das Spezialthema "Steinzeug in Deutschland" sinnvoll vermitteln zu können, hat die Stadt Creußen mit finanzieller Unterstützung von Städtebauförderung, Denkmalschutz, Oberfrankenstiftung und Amt für nicht staatliche Museen ein größeres Museum mit ganz neuer Konzeption geschaffen.

Das ehemalige Scharfrichterhaus, ein historisches Gebäude (18. Jahrhundert) im Eigentum der Stadt, das noch dazu an das Stadttor anschließt und mit ihm räumlich verbunden ist, bot sich für die Erweiterung an. Eine Sanierung und eine sinnvolle Nutzung des städtebaulich wichtigen Gebäudes innerhalb des mittelalterlich geprägten Altstadtkernes wurde von der Stadt Creußen schon seit längerem angestrebt. Mit der Erweiterung des Museums gelang nun dieses Vorhaben.

Das Gebäude selbst spiegelt als Baudenkmal seine Geschichte nun wieder mit kleinen beschaulichen Räumen zum Teil mit Fachwerk, in denen der Amtsknecht und der Nachtwächter wohnten, das aber als Frohnveste auch mehrere Gefängniszellen beherbergte. Ihre Fenster sind bis heute noch vergittert. Auch Ringe in den Wänden zum Anketten der Gefangenen sind zu sehen, ebenso wie Eisenstangen zum Vergittern der Zellen oder ein Plumpsklo.

Mit der Beherbergung der weltbekannten Creußener Steinzeugkrüge und -gefäße erhält das Gebäude nun eine sinnvolle und attraktive neue Nutzung. So können die schönen Creußener Krüge ausführlich bewundert werden, es gibt allgemein verständliche Erklärungen zur Bedeutung und zu den Besonderheiten des Creußener Steinzeugs und eine anschauliche Einführung zur Herstellung von Keramik (Powerpoint-Präsentation). Auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Keramikgruppen "Irdenware, Steingut, Steinzeug und Porzellan" werden erklärt. Wertvolle Apostel- ,Planeten-, Jagd- oder Kurfürstenkrüge können genauso bewundert werden wie Wappenkrüge oder Schreibzeuge aus Creußener Ton. Sogar eine kleine Keramik-Figur betitelt als " Creußener Töpfer Schmidt" in zeitgenössischer Kleidung ist ausgestellt. Die ehemalige Torwächterstube des Hinteren Tores beherbergt Funde und dazu die neuesten Erkenntnisse in Bezug auf Creußener Töpferwerkstatt und Brennofen aus den archäologischen Grabungen im Jahre 1999 und 2000.